Einmal im Monat gibt die „Critical Mass“-Bewegung im Stuttgarter Straßenverkehr den Ton an. Viele Radfahrerinnen und Radfahrer schließen sich dabei zu einer Gruppe zusammen und setzen sich so für mehr Platz für Fahrräder im Stadtverkehr ein. STUGGI.TV hat die Bewegung auf ihrer Tour durch Stuttgart begleitet und einen Blick hinter die Kulissen der Aktion geworfen.
„Wir sind der Verkehr“
Laute Musik, Fahrradklingeln und Gespräche – die Critical Mass hört man schon von Weitem. Immer am ersten Freitag im Monat fährt die Bewegung auf dem Fahrrad quer durch Stuttgart. Ganz nach dem Motto „Wir sind der Verkehr“ sind sie natürlich nicht auf Rad- und Gehwegen, sondern auf der Straße unterwegs. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können so nicht nur ihrer Leidenschaft zum Radfahren nachgehen oder sich mit Freunden und Gleichgesinnten treffen, sondern wollen dabei auch ein Zeichen setzen. Sie wünschen sich, dass Stuttgart eine fahrradfreundlichere Stadt mit mehr Platz für Fahrräder im Straßenverkehr wird. Auch wenn die Critical Mass Bewegung viel positiven Zuspruch bekommt, sind natürlich auch mal ungeduldige Verkehrsteilnehmer dabei. Doch jedes Hupen wird einfach mit einem wilden Klingeln der Gruppe quittiert.
Eine wachsende Bewegung
Critical Mass ist eine weltweite Bewegung, die zum ersten Mal im September 1992 in San Francisco stattfand. Seit 2010 gibt es sie auch in Stuttgart. Was klein anfing, wurde schnell zu einer großen Demonstration. Im Sommer rollen auch mal an die 2.000 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer durch den Kessel. Vom Treffpunkt am Feuersee aus legt die Critical Mass jeden Monat eine andere Strecke zurück, aber immer um die 20 km und immer in einem gemütlichen Tempo – so, dass alle mitkommen. Oft lässt die Gruppe den Abend dann noch mit Verpflegung und guten Gesprächen ausklingen. Das nächste Mal setzt sich die Critical Mass wieder am 07. März in Bewegung – alle Infos dazu findet ihr auf ihrer Webseite.
Foto: STUGGI.TV